Kategorie: Immobilien

Das Vorkaufsrecht – Definition, Ausübung und Fristen

Wer eine Immobilie veräußern oder erwerben möchte, muss bestimmte Regelungen beachten. Dazu gehört das Vorkaufsrecht. Begünstigte können von diesem Recht zum Vorkauf Gebrauch machen, sobald ein Kaufvertrag mit einem Dritten ausgehandelt und geschlossen wurde.

Was ist das Vorkaufsrecht?

Ein Recht zum Vorkauf kann festgelegt werden oder gesetzlich bestehen. Für Mieter einer Wohnung ist es beispielsweise ein gesetzlicher Schutz, wenn eine Wohnung bzw. ein Mehrfamilienhaus in Wohnungseigentum aufgeteilt wird. Ist ein Eigentümerwechsel der Wohnung oder des Hauses geplant, können Mieter eines laufenden Mietverhältnisses die Rolle des Käufers anstelle des geplanten Dritten übernehmen. Diese Begünstigung gilt allerdings nicht, wenn der Verkauf an einen Verwandten oder Haushaltsangehörigen erfolgt.

Ist der Verkauf eines Grundstücks, eines Hauses oder einer Wohnung geplant und findet sich ein Kaufinteressent, kann der Vorkaufsverpflichtete (Eigentümer der Immobilie auf der ein Vorkaufsrecht besteht) einen Kaufvertrag mit dem potenziellen Käufer aushandeln und die Konditionen festlegen. Existiert ein Vorkaufsberechtigter, muss dieser über den geplanten Verkauf informiert werden. Zudem muss der bestehende Kaufvertrag zeitnah vorgelegt werden. Ist der Vorkaufsberechtigte mit den Konditionen einverstanden, hat er ein Vorrecht zum Kauf der Immobilie.

Das Recht zum Vorkauf kommt zum Tragen, sobald ein rechtswirksamer Kaufvertrag mit einem Drittkäufer geschlossen wurde. Liegen noch keine Einigung und Rechtswirksamkeit vor und tritt eine der Parteien vom geplanten Kauf oder Verkauf zurück, erlischt auch das Recht zum Vorkauf auf die Immobilie. Bei einem Rücktritt von einem rechtswirksamen Kaufvertrag bleibt dagegen das Recht zum Vorkauf für einen weiteren, künftigen Verkauf bestehen. Zur Ausübung des Immobilienvorkaufsrechts müssen beide Kaufverträge – Vorkaufsverpflichteter/Drittkäufer und Vorkaufsverpflichteter/Vorkaufsberechtigter – notariell beglaubigt vorliegen.

Welche Arten gibt es?

Bei dem Recht zum Vorkauf von Immobilien oder Grundstücken werden drei Arten unterschieden. Dabei handelt es sich um:

  • das gesetzliche oder öffentlich-rechtliche Vorkaufsrecht
  • das schuldrechtliche Vorkaufsrecht
  • das dingliche Vorkaufsrecht

Gesetzliches Recht zum Vorkauf – Grundstücksvorkaufsrecht, Miterbenanspruch und Mieterschutz

Das gesetzliche Recht zum Vorkauf bezieht sich sowohl auf den Grundstücks- als auch auf den Immobilienverkauf. Diese Vorkaufsrechtsart kommt in den meisten Fällen zur Anwendung, wenn Grundstücke oder Immobilien mit einem Recht (zu finden im BGB und meist nicht in den Grundbüchern) zum Vorkauf belegt sind. Wird ein solches Grundstück oder Gebäude verkauft, muss der ausgehandelte Kaufvertrag zum Beispiel zunächst der Gemeinde bzw. Kommune vorgelegt werden. Handelt es sich um einen Erbanteil, müssen die Miterben benachrichtigt werden und können ihren Anspruch antreten. Bei einer gemieteten Wohnung oder einem Haus kann der Mieter als Käufer einsteigen. Erst bei einem Verzicht der Vorkaufsberechtigten in Form einer schriftlichen Erklärung darf das Grundstück oder die Immobilie an den Drittkäufer veräußert werden. Die rechtlichen Grundlagen finden sich unter anderem im Bürgerlichen Gesetzbuch sowie im Baugesetzbuch.

Schuldrechtliches Recht zum Vorkauf – Vereinbarung zwischen Eigentümer und Vorkaufsberechtigtem

Ein schuldrechtliches Recht zum Vorkauf ist eine Vereinbarung zwischen zwei Parteien, beispielsweise zwischen dem Eigentümer einer Immobilie oder eines Grundstücks und einem Vorkaufsberechtigten. Die Sache selbst, also das Grundstück, Gebäude oder die Wohneinheit, sind in dem Fall nicht belastet – es gibt also keine Vereinbarung im jeweiligen Grundbuch. Dritte können, wenn Sie umgangen werden, hier kein Recht zum Vorkauf geltend machen. Dem Eigentümer steht es zudem zu, die Immobilie an einen Drittkäufer zu veräußern. Wird der Vorkaufsberechtigte dabei jedoch übergangen, kann er Schadensersatzansprüche geltend machen. Die Immobilie bleibt jedoch Eigentum des Drittkäufers. Eine Anfechtung ist nicht mehr möglich, sobald der Grundbucheintrag erfolgt ist. Als Rechtsgrundlage dient das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB Paragrafen 463-473).

Dingliches Recht zum Vorkauf mit Grundbucheintrag

Das dingliche Recht zum Vorkauf bezieht sich ausschließlich auf Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte (z.B. Teileigentum). Soll ein Grundstück mit dem Recht zum Vorkauf belegt werden, wird dies, anders als oben, im Grundbuch festgehalten. Üblicherweise liegt ein rechtlicher Grund für die Eintragung vor. Ist dies nicht der Fall, kann das Recht entzogen werden. Das dingliche Recht kann zusätzlich zu dem schuldrechtlichen Recht bestehen und fungiert in dem Fall als Absicherung für den Vorkaufsberechtigten. Dieser ist auf diese Weise bei einem Verkauf vorgemerkt und die Übertragung auf einen Drittkäufer wird verhindert, bis der Vorkaufsberechtigte den Verzicht erklärt. Die zugrunde liegende Regelung findet sich im BGB Paragraf 1094.

Einzuhaltende Fristen und weitere Regelungen

Sind keine Fristen vertraglich festgehalten worden, hat der Vorkaufsberechtigte zwei Monate Zeit, von seinem Recht Gebrauch zu machen und die Immobilie oder das Grundstück zu den festgelegten Konditionen zu erwerben. Danach erlischt das Recht zum Vorkauf einer Sache. Ist mehr als eine Person vorkaufsberechtigt, kann das Recht nur ausgeübt werden, wenn alle zu gleichen Teilen den Kauf erklären. Passiert dies nicht, erlischt auch in diesem Fall das Recht. Zudem kann das Recht zum Vorkauf aus anderen Gründen verfallen. Der Vorkaufsberechtigte kann es löschen lassen. Dies muss notariell beglaubigt sein. Weiterhin erlischt das Recht beim Tod eines Vorkaufsberechtigten sowie wenn ein Grundstück vererbt oder verschenkt wird.

Immobilien kaufen und verkaufen mit einem Immobilienmakler – Beratung bei Kersting Immobilien

Wir von Kersting beraten Sie gerne ausführlich, wenn Sie eine Immobilie oder ein Grundstück kaufen oder verkaufen möchten. Durch unsere langjährige Erfahrung wissen wir genau, worauf es beim An- und Verkauf ankommt. Wir begleiten Sie kompetent durch den gesamten Prozess. Besteht für ein Grundstück oder eine Immobilie ein Recht zum Vorkauf, achten wir auf die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen, sodass Ihnen keine Nachteile beim Kauf oder Verkauf entstehen. Gleiches gilt selbstverständlich für Rechte und Pflichten jeglicher Art. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme – gerne beantworten wir Ihre Fragen!

Das Grundbuch: Eintragung der wichtigsten Informationen über Ihr Grundstück

Wer eine Immobilie erwirbt, kommt früher oder später in Kontakt mit dem Grundbuch bzw. Grundbuchamt. Das Grundbuchamt ist praktisch als Verwalter des Grundbuches zu verstehen, in welches sämtliche Immobilien und Liegenschaften des zuständigen Landkreises, der Gemeinde oder der Stadt rechtsgültig eingetragen werden. Während diese Eintragungen früher manuell erfolgten, arbeiten die meisten Grundbuchämter heute mit digitalen Grundbüchern.

Wie ist ein Grundbuch aufgebaut?

Wichtig zu wissen ist, dass ein Grundbuch stets nach gleichen Prinzipien aufgebaut ist. Ein Grundbuch unterteilt sich in das Bestandsverzeichnis sowie insgesamt drei Abteilungen. Das Bestandsverzeichnis beinhaltet die wichtigsten Daten des Grundstücks wie Bezeichnung des Flurstücks sowie dessen Flurnummer, die Gemarkung und die Größe der Immobilie. In der 1. Abteilung des Grundbuches finden sich Informationen zu aktuellen und ehemaligen Eigentümern des Grundstücks. Mit einem Auszug aus der 1. Abteilung eines Grundbuchs kann das Eigentum gegenüber beispielsweise Kreditgebern wie Banken nachgewiesen werden. Die 2. Abteilung führt eventuell vorhandene Beschränkungen auf. Gibt es beispielsweise ein Wegerecht, Erbbau- oder Nießbrauchrecht, sind diese Daten in der 2. Abteilung des Grundbuches zu finden. Dagegen führt die 3. Abteilung vom Grundbuch möglicherweise vorhandene Grundschuldrechte auf, wie sie meist für Darlehen oder Hypotheken gegenüber Banken oder anderen Kreditgebern notwendig sind.

Welche Besonderheiten gibt es bei Grundbüchern ? – speziell im Erbfall

Einige Besonderheiten im Bereich der Grundbücher sollten u.a. bei einem Eigentümerwechsel oder anderen Änderungen in den Besitzverhältnissen beachtet werden. Beispielhaft sollen hier zwei der Besonderheiten speziell im Erbfall näher vorgestellt werden: Wer in oder um Krefeld eine Immobilie erbt, ist zum Beispiel unmittelbar nach dem Eintritt des Erbfalls verpflichtet, dem Grundbuchamt diese Änderung anzuzeigen. In der Regel ist der Erblasser bei einem Erbfall als Eigentümer im Grundbuch, genauer in der Abteilung I vermerkt. Weil die Eintragungen nach dem Erbfall ungültig sind, ist eine Änderung des Grundbucheintrags unabdingbar. Die Mitteilungspflichten der Erben sind im § 82 Grundbuchordnung (GBO) klar geregelt. 

Ein weiteres Beispiel für die Besonderheiten von Grundbüchern kann ein berechtigter Grund sein, weswegen eine rechtzeitige Eintragung zurückgestellt werden kann. Haben die Erben die Absicht, das Grundstück oder die Immobilie auf dem hiesigen Immobilienmarkt zum Kauf anzubieten, können diese über das Grundbuchamt bis zum endgültigen Verkauf der Liegenschaft eine Zwei-Jahresfrist beantragen. Über weitere, mögliche Besonderheiten informieren wir Sie sehr gerne in einem persönlichen Gespräch.

Was passiert während des Kaufs einer Immobilie im Grundbuch?

Bekanntermaßen vergehen zwischen der notariellen Beurkundung und dem tatsächlichen Eigentumsübergang einige Wochen. Um dennoch kurzfristig eine gewisse Rechtssicherheit an dem Grundstück beziehungsweise der Immobilie zu erlangen, sichert der Notar dem Käufer durch eine sogenannte Auflassungsvormerkung im Grundbuch die Rechte an dem Grundstück. Diese Auflassung wird in das Grundbuch eingetragen und nach dem vollständigen Erwerb bzw. mit der Eigentumsübertragung wieder gelöscht. Der genaue Zeitraum zwischen der Auflassungsvormerkung und der Umwandelung in einen tatsächlichen Eigentumseintrag kann mehrere Wochen betragen. Für die Umwandlung der Einträge ist neben einigen sog. Fälligkeitsvoraussetzungen auch die Zahlung der Grunderwerbsteuer Voraussetzung. Für die ordnungsgemäße Eintragung von Auflassung und Grundbucheintrag ist in der Regel ein Notar zuständig.

Kersting Immobilien steht Ihnen beim Verstehen der Grundbücher gern zur Verfügung

Haben Sie Fragen rund um das Thema Grundbücher? Wir stehen Ihnen für Ihre Fragen jederzeit gerne zur Verfügung – unsere qualifizierten Mitarbeiter freuen sich auf Sie!

Was für ein Jahr 2020!

Wie so oft lag man sich am Abend des 31.12.2019 in den Armen und hat sich auf ein spannendes, fröhliches und gesundes neues Jahr 2020 gefreut. Was dann geschah hat wohl niemand von uns kommen sehen. Es folgten Monate voller Ungewissheit und neuer Herausforderungen und die Teamarbeit eines ganzen Landes war gefragt.

Auch für uns bedeutete dies eine Umstellung in verschiedener Hinsicht, welcher wir uns, vor allem für das gemeinsame Ziel „COVID Bekämpfung“, gerne gestellt haben.

Für uns ist es daher, wie in jedem Jahr, selbstverständlich wieder etwas Gutes zu tun und unsere Spende an die Krefelder Kindertafel zu tätigen. Viele Menschen sind dieses Jahr unverschuldet in eine Notlage geraten und sind auf solche tollen Institutionen angewiesen, die unsere höchste Achtung verdienen – herzlichen Dank an die vielen ehrenamtlichen Helfer!

Auch wenn das Jahr noch nicht ganz vollendet ist und wir, wie gewohnt das ganze Jahr und natürlich auch zwischen den Feiertagen für Sie (wenn auch etwas distanzierter als sonst) da sind, möchten wir diese letzten Zeilen gerne nutzen und uns jetzt schon bei Ihnen ganz herzlich bedanken.

Bedanken für das Vertrauen welches Sie uns, auch in dieser turbulenten Zeit, wieder geschenkt haben, bedanken für die vielen guten Gespräche mit Ihnen, bedanken für die gute Zusammenarbeit, bedanken für Ihre Empfehlungen und netten Bewertungen.

Wir sind gespannt auf das Jahr 2021 und freuen uns mit unserem gesamten Team natürlich jederzeit wieder auf Sie und Ihre Immobilie! …wie Sie von uns wissen, lässt uns auch der inzwischen über 30jährige tägliche Kontakt mit Immobilien niemals vergessen, wie wichtig jede einzelne für Sie davon ist. 

„Wir wünschen Ihnen von Herzen eine

schöne Weihnachtszeit und für das

Jahr 2021 alles Gute!“

Teilen macht Spaß! – Gesetzesänderung der Maklerprovision ab dem 23.12.2020

Bislang und auch zukünftig erhält der Makler für seine Beratungen sowie für den Aufwand rund um die Vermittlung einer Immobilie eine Erfolgsprovision – gerne auch als Courtage bezeichnet. Abhängig vom Auftraggeber wird in die Verkäuferprovision als Innencourtage sowie in die Käuferprovision als sog. Außencourtage unterschieden. Die prozentuale Provisionshöhe kann vom Grundsatz her frei ausgehandelt werden. Deutschlandweit haben sich in den einzelnen Bundesländern marktübliche Provisionen entwickelt, an die sich die Makler weitgehend gebunden sehen. Dabei handelt es sich um Provisionssätze zwischen etwa drei bis zu sieben Prozent des vertraglichen Kaufpreises, zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Mehrwertsteuer.

Das sind die grundsätzlichen Rahmenbedingungen für Immobilienmakler vor und auch nach der gesetzlichen Neuregelung. 

Aktuelle Situation:

Entscheidend ist nun, wer dem Immobilienmakler seine Courtage bezahlt. Bis zum Inkrafttreten der Neuregelung gibt es dafür keine gesetzliche Grundlage. Die eventuelle Kostenteilung zwischen Verkäufer und Käufer (bereits üblich in NRW), in welchem Verhältnis auch immer, blieb eine freiwillige oder anders gesagt reine Verhandlungssache. Sowohl die Provisionshöhe als auch der Kostenträger ist nicht gesetzlich verankert. Beide Aspekte werden in Bundesländern und dortigen Regionen ganz unterschiedlich gehandhabt. So ist es in manchen Bundesländern durchaus gängige Praxis, dass der Immobilienkäufer die Courtage in voller Höhe bezahlt. Das wirkt sich verteuernd auf seine Erwerbsnebenkosten aus und soll nun zukünftig besser geregelt werden.

Zukünftige Regelung ab Ende Dezember 2020

Das „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“, kurz Maklergesetz vom 12.06.2020 tritt mit Wirkung ab 23.12.2020 in Kraft.

Danach gilt folgendes:

  1. Wenn der Immobilienmakler für Verkäufer + Käufer tätig wird und mit beiden einen Vertrag abschließt, wird die vereinbarte Maklercourtage von jedem von ihnen hälftig getragen. Die hiermit bezeichnete Doppletätigkeit des Maklers ist die wohl gängigste Arbeitsweise und wird damit auch im Fokus dieser neuen Regelung liegen. 
  2. Wird nur mit einem von beiden, also Verkäufer oder Käufer ein Maklervertrag abgeschlossen, dann ist auch nur der „Besteller“ courtagepflichtig – also eine beratende Tätigkeit für eine der Parteien. Die bestellende Partei kann jedoch mit der anderen Partei (meistens dann der Käufer) eine Erstattung der Courtage bis zur Höhe von höchstens 50 Prozent vereinbaren. Damit hat der Auftraggeber (Besteller) die Möglichkeit, seinen Courtageanteil um bis zur Hälfte zu reduzieren. Diese Handhabung dürfte allerdings eher eine Ausnahme bleiben.

Sinn und Zweck der Gesetzesänderung ist die Teilung der Maklerprovision zu je ½ und damit eine faire Kostenverteilung für eine beidseitig gleichwertige, beratende und vermittelnde Tätigkeit. 

Geltungsbereich der Gesetzesänderung auf dem Immobilienmarkt

Das neue Maklergesetz gilt für alle ab respektive nach dem 23.12.2020 abgeschlossenen Vermittlungsverträge. Der Gesetzesname macht deutlich, dass diese Neuregelung ausschließlich die Vermittlung von Wohnungen und Einfamilienhäusern betrifft. Als solche gelten unter anderem das klassische Reihenhaus, die Doppelhaushälfte oder eine schöne Villa am Stadtwald. Einfamilienhäuser mit Einliegerwohnung sind ebenfalls betroffen. Ausgenommen von der neuen Regelung sind Zwei- und Mehrfamilienhäuser wie auch Baugrundstücke. Eine weitere Voraussetzung bzw. Einschränkung ist der Käuferkreis der auf den Verbraucher als natürliche Person des Privatrechts beschränkt ist. Wenn der Käufer im Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit handelt, dann gilt für den Maklervertrag die aktuell bestehende, freie Verhandlungsmöglichkeit. 

Bisherige Idee des Bestellerprinzips ist passé 

Anhand der Neuregelung mit der hälftigen Teilung wird die Courtage nun fair geteilt. Nach dem „echten“ Bestellerprinzip hätte fast ausnahmslos der Verkäufer bezahlt gemäß dem Grundsatz: Wer die Musik bestellt der muss sie bezahlen. Umgekehrt war es eine bisher durchaus gängige Praxis, dass der Käufer die Courtage übernommen hat. 

Das neue Maklergesetz macht deutlich, dass der Immobilienmakler mehr als nur ein Berater für die reine Käufer- oder Verkäuferseite ist. Als Vermittler zwischen beiden Parteien, gilt es beide Seiten bestmöglich zu beraten und zu einem positiven Endergebnis für beide Seiten zu kommen.
Mit dem neuen Gesetz wird diese wichtige Beratungs- und Vermittlungsposition unterstrichen und nicht eine Partei allein übermäßig mit den Kosten belastet.

Schriftform anstelle von Handschlag 

Eine weitere Neuerung in dem jetzigen Maklergesetz ist die zwingende Schriftform für den Abschluss des Maklervertrages. Die war in der Vergangenheit zwar meistens üblich, aber eben nicht vorgeschrieben. 

Die Textform ist  ebenfalls  auf die nach dem Maklergesetz vorgesehenen Immobilienvermittlungen von Häusern und Wohnungen sowie auf den privat tätigen Personenkreis begrenzt. Die Schriftform kann durchaus formlos per Brief, Telefax oder E-Mail sein; ein formeller Vertrag ist dazu nicht notwendig. 

Kurz gesagt: Handschlag oder mündliche Absprache sind, wie auch das sog. konkludente Handeln nicht mehr ausreichend und im Zweifelsfall gegenstandslos.

Fazit 

Eine Neuerung die ein gesundes Gleichgewicht in den gesamten Immobilienmarkt bringen wird. 

Bei uns in NRW wird sich hierdurch nicht viel ändern, da bereits seit vielen Jahren nach dem Prinzip der Teilung gearbeitet wird – nun dann aber eben auch per Gesetz!

Wir beantworten Ihnen gerne Ihre weiteren Fragen rund um das Thema „Neues Maklergesetz“ und auch gerne zur aktuellen Marktlage in Krefeld ganz allgemein. 

Wir freuen uns auf Sie!

Gute Gründe für einen Verkauf über einen Makler

Gute Gründe für den Verkauf der Immobilie über einen Makler des Vertrauens

Mit dem Verkaufen einer Immobilie wird das Ziel verfolgt, den bestmöglichen Verkaufserlös zu erzielen und im besten Fall gleichzeitig einen sympathischen Nachfolger für die eigene Immobilie zu finden. Das funktioniert in der Regel nur schwierig ohne den Makler in Krefeld, der den Immobilienmarkt hier am Niederrhein kennt. Darüber hinaus sollte der Makler über das fachliche Know-how, eine mehr- oder besser noch langjährige Erfahrung verfügen und die Immobilienbranche, wie man so schön sagt, aus dem FF beherrschen.

Kurz gesagt: Es gibt mehrere gute Gründe, um sich vertrauensvoll an uns zu wenden.

Persönliche und diskrete Beratung

Wir legen viel Wert darauf, den Immobilienverkäufer in jeder Phase persönlich und individuell zu beraten. Dazu gehört es, dass er von der ersten Information bis zum Beurkundungstermin beim Notar ein und denselben Ansprechpartner bei uns behält. Mit unserem bewährten Netzwerk rund um Finanzierung, Umbau, Rechts- und Steuerberatung können wir in jedem Stadium des Hausverkaufs einen Rundum-Service aus einer Hand bieten. Wir beantworten auch schwierige Fragen direkt oder vermitteln einen zeitnahen Termin bei unseren Netzwerkpartnern. 

Realistische Wertermittlung für den Verkaufserlös

Jeder Immobilienverkauf beginnt bei uns mit einer seriösen oder anders formuliert realistischen Einschätzung des erzielbaren Verkaufserlöses. Diese fachliche Objektivität von uns wird seit jeher bei den Kunden hochgeschätzt. Anhand einer ortsabhängigen fundierten Markt- und Zielgruppenanalyse ermitteln und errechnen wir das reelle Kaufpreispotential für die private oder gewerbliche Immobilie. 

Exklusive und maßgeschneiderte Vermarktung 

Ein Schwerpunkt unserer Maklertätigkeit ist die maßgeschneiderte Vermarktung. Jede Immobilie ist ein Unikat, das es exklusiv anzubieten und zu vermarkten gilt. Dazu nutzen wir alle sich heutzutage bietenden Möglichkeiten; von einer Drohnen-Aufnahme der Liegenschaft mit Haus und Grundstück über die 3D-Begehung des Gebäudeinnern bis hin zum Home Staging. Mit unserem Marketingkonzept sprechen wir ganz gezielt die Käufer- und Interessensgruppen für Ihre Immobilie an. Einbezogen werden alle am Markt vertretenen gängigen Medien, und darüber hinaus natürlich auch der große Bestand unserer eigenen Datenbank – wussten Sie, dass wir einer der führenden Ansprechpartner für suchende Kunden aus Düsseldorf sind?

Sie als unser Auftraggeber können sich in Echtzeit darüber informieren, wie es aktuell um Ihren Immobilienverkauf steht. 

Unser Spektrum erweitert sich übrigens auch dadurch, dass wir Gemeinschaftsgeschäfte mit ausgewählten Maklerkollegen aus dem Immobilienverbund abwickeln. 

Einzelbesichtigungen und professionelles Verhandeln bis zum Verkauf

Die gut vorbereitete und organisierte Besichtigung ist der Schlüssel zum erfolgreichen Immobilienverkauf. Ungeachtet eines damit verbundenen Mehraufwandes bevorzugen wir Einzelbesichtigungen vor dem Hintergrund, uns voll und ganz auf jeden einzelnen Kaufinteressenten konzentrieren zu können. Das führt erfahrungsgemäß deutlich früher zum Erfolg und erspart im Endeffekt Zeit, Geld und Manpower. Der Käufer fühlt sich seinerseits ganz persönlich angesprochen, wenn im Anschluss an die Immobilienbesichtigung das Verhandlungsgespräch in unserem Maklerbüro fortgesetzt wird. Für ihn ist das ein runder Besichtigungstermin, der ihm positiv in Erinnerung bleibt. 

Makler mit bewährtem Aftersales-Service

Die Immobilie verkaufen mit Kersting endet keineswegs bei der Präsentation eines oder einiger ernsthafter Kaufinteressenten. Für Sie ist der Immobilienverkauf erst mit dem notariellen Beurkundungstermin sowie mit der anschließenden rechtssicheren Übergabe unter Dach und Fach. Bis dahin begleiten wir Sie mit Rat und Tat und sind natürlich auch bei dem so wichtigen Beurkundungstermin beim Notar dabei.

Unser Aftersales-Management ist insbesondere dann gefragt und gewünscht, wenn im Anschluss an das abgewickelte Immobiliengeschäft ein weitergehender Beratungs- und Kooperationsbedarf besteht. Beide Seiten haben sich kennengelernt und können auf einen erfolgreichen Immobilienverkauf zurückblicken. Das macht Mut und Zuversicht zu mehr.

Kersting Immobilien – Ihr zuverlässiger Makler in Krefeld 

Neben diesen genannten gibt es noch weitere gute Gründe für einen Immobilienverkauf mit uns. Keineswegs ist jeder Hausbesitzer ein ausgewiesener Immobilienexperte. Oftmals ist es aus Zeitgründen gar nicht möglich, sich selbst um den Immobilienverkauf zu kümmern. Dennoch soll ein optimales Ergebnis erzielt werden. Spätestens jetzt geht es nicht mehr ohne den Immobilienmakler. 

Fazit – Verkaufen mit Kersting aus Krefeld führt zum Erfolg

Seit nunmehr als 30 Jahren besteht unser Familienbetrieb im Herzen von Krefeld Bockum, sodass wir uns sicherlich als absolute „Kenner“ hier in Krefeld und Umgebung bezeichnen dürfen.
Wir bieten Ihnen für den Immobilienverkauf in Krefeld und Umgebung ein Rundum-sorglos-Paket vom ersten Kennenlernen in unserem Immobilienshop bis zum Aftersales-Service an. Dazwischen liegen vielfältige Arbeitsschritte, von denen Sie nichts mitbekommen. Innerhalb des vereinbarten Zeitrahmens präsentieren wir Ihnen -im besten Fall- mehrere bonitätsgeprüfte Kaufinteressenten, unter denen Sie den besten und Ihnen genehmsten auswählen. 

Weitere Informationen rund um das Thema Verkaufen mit Kersting finden Sie hier: https://www.kersting-immobilien.de/verkaufen/

Sprechen Sie uns sehr gerne an, wenn Sie Ihre Immobilie verkaufen möchten. 

Wir freuen uns auf Sie!

Immobilien auf Rentenbasis: Mehr Geld im Ruhestand

Die moderne Medizin macht es möglich, dass Menschen immer älter werden und sich gleichzeitig lange Zeit einer guten Gesundheit erfreuen. Unsere Renten sinken jedoch konstant, sodass es für viele Rentner schwierig ist, den gewohnten Lebensstandard im Alter aufrechtzuerhalten. Wer der drohenden Altersarmut entkommen möchte, kann auf eine Immobilien-Leibrente zurückgreifen. Dieses oftmals unbekannte Modell sichert Immobilienbesitzern ein lebenslanges Wohnrecht und schafft zusätzlich liquide Mittel, um den verdienten Ruhestand in vollen Zügen zu genießen. Doch was ist eine Immobilien-Leibrente, wie funktioniert das Konzept und was gilt es bei Immobilien auf Rentenbasis zu beachten?

Was ist Hausverkauf auf Rentenbasis?

Der Erwerb einer Immobilie ist immer noch eine der besten Möglichkeiten der Altersvorsoge. Eine eigene Immobilie verursacht jedoch auch Kosten. So müssen laufend Steuern und Abgaben abgeführt sowie Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten durchgeführt werden. Bei der Immobilien-Leibrente wird das eigene Haus oder die eigene Wohnung, meist über einen versierten Makler, an einen Investor verkauft. Im Zuge des Immobilienerwerbs bezahlt der Investor nicht sofort einen gesamten Kaufbetrag nicht, sondern überweist dem Verkäufer eine regelmäßige Rente. Der Verkäufer erhält dadurch im Ruhestand zusätzliche finanzielle Mittel, behält jedoch sein Wohnrecht und darf die Immobilie uneingeschränkt nutzen. 

Wie funktioniert der Immobilienverkauf gegen Rente?

Bei der Immobilien-Leibrente wird die Immobilie verkauft, wobei der Verkäufer ein sogenanntes Nießbrauch- oder Wohnrecht erwirbt. Dieses Recht sichert dem Verkäufer eine regelmäßige Zusatzrente, deren genaue Höhe im Grundbuch verankert ist. Der exakte Betrag der Leibrente wird auf Basis unterschiedlicher Faktoren berechnet. Dazu zählen beispielsweise der Verkaufswert der Immobilie, anfällige Zinsen sowie die vereinbarte Dauer der Rente. Zudem lässt sich eine Wertsicherungsklausel vereinbaren, sodass die Rente automatisch an die aktuelle Inflationsrate angepasst wird. Sämtliche Vereinbarungen werden in einem notariell beglaubigten Vertrag festgehalten, wodurch rechtliche Sicherheit entsteht, die zuverlässig vor Altersarmut schützt. So ist es beispielsweise auch möglich, eine Zeitrente zu definieren, die unabhängig von der Lebensdauer des Verkäufers, auch über dessen Tod hinaus, bis zu einem definierten Zeitpunkt an die Angehörigen ausbezahlt wird.

Wie sieht das Modell in der Praxis aus?

In der Praxis überschreibt der Verkäufer die Immobilie an den Investor. Im Gegenzug erhält der Verkäufer ein lebenslanges Wohnrecht und eine zusätzliche Rente zur Altersvorsorge. Die Kosten für Steuern, Abgaben und größere Reparaturarbeiten werden in der Regel vom neuen Eigentümer getragen. Je nach Ausgestaltung des Vertrags ist es jedoch möglich, dass der Rentenbezieher sich auch weiter selbstständig um kleinere Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten kümmert. Die Höhe der Leibrentenzahlung ist im Grundbuch hinterlegt, wobei es dem neuen Käufer nicht möglich ist, Eigenbedarf anzumelden. Der Verkäufer ist somit unkündbar und darf das Haus oder die Wohnung lebenslang nutzen.

Was macht das Konzept der Immobilien-Leibrente so attraktiv?

Das Modell der Immobilien-Leibrente ist eine Win-win-Situation für beide Parteien, wobei ein erfahrener Makler für gewöhnlich den besten Immobilienpreis (bzw. monatliche Rente) für den Verkäufer erzielt. So erhält der Verkäufer nicht nur eine monatliche Rente, sondern muss auch keine Grundsteuer mehr bezahlen. Zudem lassen sich die Kosten für die Instandhaltung oder Sanierung vertraglich regeln, wodurch es zu einer zusätzlichen finanziellen Entlastung des Rentners kommt. Die Leibrente wird zudem auch dann ausbezahlt, wenn sich der Verkäufer dazu entscheidet, in eine Seniorenresidenz zu ziehen. Der Investor profitiert wiederum von der günstigen Finanzierung, da bei Kauf nicht der gesamte Immobilienpreis sofort fällig wird. So muss für den Kauf oftmals kein Darlehen aufgenommen werden, wobei vorhandene liquide Mittel für die Sanierung oder Renovierung aufgewendet werden können. 

Ihre Vorteile bei Kersting Immobilien

Wir von Kersting Immobilien sind seit Jahren Ihr verlässlicher Partner für den Immobilienverkauf in Krefeld und Umgebung und das auch auf Rentenbasis. Unsere Schwerpunkte liegen hierbei auf kompetenter und umfassender Beratung sowie auf Transparenz und Rechtssicherheit. Unser erfahrenes Team nimmt sich gerne für Sie Zeit und entwickelt mit Ihnen eine maßgeschneiderte Lösung, die Ihre individuellen Wünsche und Ansprüche erfüllt. Sind Sie jetzt neugierig geworden oder haben Sie Fragen rund um das Thema Leibrente? Dann kontaktieren Sie uns ganz einfach telefonisch oder über unser Kontaktformular. Wir freuen uns auf Sie!

Was bedeutet COVID-19 für den Immobilienmarkt in Krefeld?

Der Einfluss von COVID-19 auf den Krefelder Immobilienmarkt

Das Corona-Virus beeinflusst derzeit die meisten Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens. Davon ist auch der Immobilienmarkt nicht ausgenommen. Viele Immobilienverkäufer und Kaufinteressenten fragen sich, ob es konkrete Auswirkungen für den Immobilienmarkt, speziell in Krefeld gibt. Grundsätzlich ist bei Kersting Immobilien eine stabile Nachfrage zu verzeichnen. Es besteht kein Abwärtstrend in Krefeld. 

Keine großen Einbußen in Krefeld

Entgegen der vielfach geäußerten Befürchtungen und nicht zuletzt vor dem Hintergrund fallender Kurse an der Börse liegt die Vermutung nahe, dass sich die gegenwärtige Lage negativ auf die Immobilienpreise auswirkt. Das ist allerdings nur in Ballungszentren und Großstädten der Fall. Hier besteht die Sorge, ob ein stabiles Zinsniveau langfristig haltbar sein wird und das Kaufinteresse wesentlich beeinflusst. Es existiert am allgemeinen Markt etwas Unruhe, die jedoch auf die Krefelder Situation keine spezifischen Auswirkungen hat. Der Krefelder Markt reagiert anders als Märkte der Großstädte. Attraktive Preise im Vergleich zu den Metropolstädten machen eine Investition lohnenswert.

Krefelder Immobilienmarkt

Gerade Interessenten, die in diesen Tagen bereits kurz vor einem Kaufabschluss stehen, sind unsicher geworden und fragen sich, ob ein Kauf beziehungsweise Verkauf lohnen. Kersting Immobilien rät dazu, den weiterhin bestehenden stabilen Trend zu nutzen und aktuelle Vorhaben wie geplant umzusetzen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Preise für Immobilien rasant abstürzen. Selbst bei kurzfristigen geringen Instabilitäten des Preisniveaus ist eine sukzessive Normalisierung und kein Abwärtstrend in Krefeld zu erwarten. Insbesondere für Immobilien im Anlagebereich gibt es im Stadtbereich eine ungebrochene und durch die gefallenen Aktien sogar leicht erhöhte Nachfrage.

Mögliche Auswirkungen des Shutdown

In vielen Branchen werden gravierende finanzielle Einbußen durch einen längeren Shutdown befürchtet. Ökonomen gehen jedoch davon aus, dass sich gerade die Immobilienbranche davon gut erholen wird. Auch bei einer zu erwartenden Rezession wird sich erwartungsgemäß die wirtschaftliche Lage im Verlauf der Sommermonate wieder deutlich entspannen. Sogar bei einem noch länger andauernden Shutdown sind Experten nicht der Ansicht, dass es gravierende Einbußen im Immobiliensektor geben wird. Selbst ein vorübergehender Rückgang an Kaufaktivitäten aufgrund fehlender klassischer Besichtigungsmöglichkeiten ändert nichts daran, dass weiterhin gebaut wird und Bauvorhaben in Planung sind.  Selbst unter Berücksichtigung einer kurzzeitigen Verlangsamung von Neubauten durch fehlende Arbeiter ist hier lediglich von einer zeitlichen Verzögerung auszugehen. Liquide Investoren warten nur darauf, in Bauvorhaben zu investieren, und werden so zu einer deutlichen Stabilisierung der Lage beitragen. 

Veränderungen beim Kundenkontakt

Auch wenn eine stabile Nachfrage am Krefelder Immobilienmarkt zu verzeichnen ist, wird es doch Veränderungen beim unmittelbaren Kundenkontakt geben. Besichtigungstermine, bei denen sich Kaufinteressenten auf engerem Raum begegnen, wird es in der Form aufgrund des Corona-Virus vorerst nicht geben. Stattdessen setzt die Immobilienbranche auf Kundenkontakt online statt Vor-Ort-Besichtigung. Die gesetzlich verbindlichen Abstandsregeln erfordern neue und vor allem kreative Maßnahmen. Ein Großteil der Abläufe lässt sich dabei problemlos online (z.B. 360-Grad Besichtigung) abwickeln. Das betrifft erste Besichtigungen in digital aufbereiteten Räumlichkeiten ebenso wie das Bewerten von konkreten Objekten und das Einschätzen von Kaufpreisen. Auch der Austausch von Informationen zur Immobilie lässt sich unter Einhaltung der erforderlichen Kontaktsperre umsetzen und entsprechend telefonisch gestalten. 

Fazit

Es zeigt sich am allgemeinen Markt etwas Unruhe in Bezug auf die Entwicklung beim Kauf und Verkauf von Immobilien. Der Krefelder Markt reagiert anders als Märkte der Großstädte. Er verzeichnet eine hohe Stabilität und eine ungebrochene Nachfrage durch Kaufinteressenten. Die Kaufpreise von Immobilien sind nach wie vor konstant, vor allem im Bereich der Wohnimmobilien. Finanzexperten sehen weiterhin ein stabiles Zinsniveau, das sich vor allem durch die Corona-Unsicherheiten auch nicht ändern wird. Die Zinsen werden niedrig bleiben und möglicherweise sogar noch weiter fallen. Ein Grund zur Besorgnis besteht zum gegenwärtigen Zeitraum vor allem in kleineren Märkten nicht. 

Ich habe eine Immobilie geerbt – und nun?

Wer ein Haus erbt, befindet sich in den allermeisten Fällen das erste Mal in einer solchen Situation – weiß aber auch häufig nicht, was er nun mit der Immobilie anfangen soll. Die Möglichkeiten nach der Annahme einer Erbschaft sind vielfältig: Ein Gebäude kann selbst bewohnt, verkauft oder auch vermietet werden, was primär von der eigenen Lebenssituation abhängt. Dennoch spielen auch viele rechtliche Aspekte mit hinein, die berücksichtigt werden müssen. Denn mit der Annahme einer Erbschaft geht man auch viele Verpflichtungen ein. Die wichtigsten Themen stellen wir Ihnen nachfolgend genauer vor. 

Ich habe ein Haus geerbt – soll ich die Erbschaft annehmen oder ausschlagen?

Der erste Schritt ist, sich Klarheit über die eigene Rechtsstellung bezüglich des geerbten Gebäudes zu verschaffen. Ein Erbvertrag oder Testament des Erblassers kann vorgeben, ob man selbst der Vermächtnisnehmer oder Erbender ist. 
Hier gibt es einen wichtigen Unterschied: Im Falle eines Vermächtnisses steht einem selbst nur ein gewisser Vermögensgegenstand zu, wie beispielsweise ein Grundstück. Man wird aber nicht rechtmäßiger Nachfolger des Erblassers, wie im § 1929 BGB vermerkt ist. 

Der Erbende erhält dagegen das vollständige Vermögen des Erblassers, dies schreibt der § 1922 Absatz 1 BGB vor. Eine Erbschaft beinhaltet daher nicht nur Vermögensgegenstände, sondern auch weitere eventuelle Verbindlichkeiten wie bestehende Schulden, laufende Bürgschaften und Weiteres. Das bedeutet, dass man als erbende Person für etwaige Schulden des Verstorbenen auch mit dem eigenen Vermögen haftet – dies gilt sowohl für Steuerschulden als auch für Hauskredite. 

Damit man sich um die eigenen finanziellen Verhältnisse keine Sorgen machen muss, ist es anzuraten, sich möglichst schnell einen Überblick über die finanzielle Situation des Erblassers zu verschaffen. Hierfür können Erben, aber auch Nachlassgläubiger beim zuständigen Nachlassgericht eine sogenannte Nachlassverwaltung beantragen. Sie beschränkt einerseits die Haftung des Erbenden auf den Nachlass (§§ 1975 und 1981 BGB) und informiert Gläubiger über die Finanzverhältnisse. War der Verstorbene verschuldet oder sind die Risiken für das eigene Vermögen schwer zu überblicken, ist es häufig die bessere Lösung, eine Erbschaft auszuschlagen.

Was beim Ausschlagen einer Erbschaft zu beachten ist

Hat man sich dazu entschieden, eine Erbschaft auszuschlagen, muss dies schriftlich gegenüber dem Nachlassgericht erklärt werden. Hierfür gilt eine Frist von sechs Wochen ab dem Zeitpunkt, an dem man von der Erbschaft erfahren hat (§ 1944 Absatz 1 BGB). Befand sich der Wohnsitz des Verstorbenen im Ausland, wird die Frist automatisch auf sechs Monate verlängert. Wichtig: Sofern die Frist ungenutzt verstrichen ist, gilt eine Erbschaft automatisch als angenommen!

Wenn die Erbschaft zuvor schon angenommen worden ist, dann ist es prinzipiell nicht mehr möglich, die Erbschaft nachträglich noch auszuschlagen. Die Annahme einer Erbschaft kann formfrei mittels einer expliziten Erklärung erfolgen, doch auch durch schlüssige, aber stillschweigende Handlungen. Ein Beispiel dafür ist die Begleichung von Mietzahlungen für ein Gebäude. Es gibt nur sehr wenige Ausnahmen, in denen sich das Ausschlagen einer Erbschaft wieder rückgängig machen lässt – oder umgekehrt. Dies gilt dann, wenn man sich über die Eigenschaften des Verstorbenen geirrt hat oder Angaben inkorrekt waren.

Der Erbschein – was ist das genau?

In einem Erbschein werden die darin vermerkten Personen als rechtmäßige Erbende erläutert. Ehe man also über eine Erbschaft, wie ein Gebäude, selbst verfügen kann, ist ein Erbschein erforderlich. Beantragt werden kann dieser beim zuständigen Amtsgericht – dieses ist immer jenes, an dem der Verstorbene zuletzt seinen Wohnsitz hatte.

Wer Alleinerbe ist, kann einen solchen Erbschein auf eigene Faust beantragen. Mehrere Erben müssen dagegen einen Teilerbschein oder auch einen gemeinschaftlichen Erbschein anfordern. Wichtig: Der Erbschein berechtigt auch, das Grundbuch einsehen zu dürfen. Sind dort Belastungen wie Hypotheken, Dienstbarkeiten oder Grundschulden vermerkt, ist dies wichtig für die Entscheidung, ob eine Erbschaft überhaupt angenommen wird oder nicht.

Erbe angenommen: Der Grundbucheintrag muss geändert werden

Zählt eine Immobilie zum Nachlass, müssen Erben einen Antrag auf die Berichtigung des Grundbuchs stellen – dies schreibt § 82 der Grundbuchordnung, GBO vor, weil der Eintrag dann nicht mehr korrekt ist. Denn der Verstorbene wird so lange im Grundbuch als Eigentümer genannt, bis eine Änderung erfolgt. Durch die gesetzliche Erbfolge sind Erbende allerdings schon die neuen Eigentümer geworden. Ein Notar ist für eine solche Berichtigung übrigens nicht nötig.

Wichtig: Die Beantragung der Grundbuchberichtigung muss auf schriftlichem Wege beim zuständigen Grundbuchamt – das zum Amtsgericht gehört – erfolgen.

Wer die Änderung beantragt, ist dazu verpflichtet, dem Grundbuchamt die korrekte Erbfolge nachzuweisen, was im § 35 GBO vermerkt ist. Dies erfolgt praktisch durch das Vorlegen eines Erbscheins, eines Erbvertrags oder eines vom Notar beglaubigten Testaments inklusive Eröffnungsvermerk – sofern sich die Erbfolge aus den vorliegenden Dokumenten ohne Zweifel feststellen lässt. Sofern lediglich ein privatschriftliches, also nicht beglaubigtes, oder überhaupt kein Testament vorliegt, ist die Beantragung eines Erbscheins immer Pflicht.

Übrigens: Lässt der Immobilienerbe das Gebäude auf sich umschreiben, ist dies für ihn nicht mit Kosten verbunden, sofern er den Antrag auf die Grundbuchberichtigung innerhalb von zwei Jahren nach dem Tod des Erblassers stellt. 

Erbe angenommen: Haus vermieten, verkaufen oder selbst bewohnen?

Erbt man ein Haus, steht man vor der großen Frage, ob die Immobilie selbst bewohnt, verkauft oder vermietet werden soll. In allen drei Fällen gibt es Dinge, die beachtet werden müssen und im Folgenden näher erläutert werden.

Verkauf der Immobilie
Ist eine Immobilie nicht zur Eigennutzung oder zum Vermieten geeignet, dann kann es am sinnvollsten sein, sie stattdessen zu verkaufen. Gerade dann, wenn es innerhalb einer Erbengemeinschaft Unstimmigkeiten gibt, ist ein Verkauf oft die einzig richtige Möglichkeit, um den Streit zu beenden. Des Weiteren sorgt die gute Marktsituation in Krefeld aufgrund von ansteigendem Zuzug aus dem direkten Wohnumfeld in Düsseldorf und das niedrige Zinsniveau für aktuell attraktive Verkaufserlöse. 

Eine fundierte Bewertung von uns kann dafür sorgen, dass das Haus auf dem Immobilienmarkt zu einem marktgerechten Preis angeboten wird und zeitnah und für Sie mit einem minimalen Aufwand verkauft wird.

Selbst bewohnen
Gerade dann, wenn es sich beim Erblasser um ein Elternteil oder einen anderen nahen Verwandten handelt, spielt die emotionale Bindung an ein Haus oft eine Rolle. In diesem Fall liegt es nahe, dass der Erbende selbst das Haus weiter bewohnen möchte und es ihm schwer fällt, es zu verkaufen. Dennoch sollte auch der Zustand des Gebäudes berücksichtigt werden: Ist es baufällig oder fallen demnächst teure Sanierungs- oder Renovierungsarbeiten an? Kann man diese finanziell stemmen? Diese Überlegung ist im Vorfeld wichtig, um sich nicht in finanzielle Bredouille zu bringen. Wer nicht alleine erbt, sondern Teil einer Erbengemeinschaft ist, kann auch die Miterben auszahlen, um die Immobilie danach alleine nutzen zu dürfen. 

Vermietung
Ein geerbtes Einfamilienhaus zu vermieten, liegt zwar nahe, ist aber nicht immer lohnenswert. Denn die anfallenden Kosten für die Instandhaltung lassen sich nicht auf den einzelnen Mieter umlegen, zudem kann häufig keine rentable Eigenkapitalrendite aus den Einnahmen erwirtschaftet werden. Bei einem Mehrfamilienhaus kann die Vermietung dagegen lohnenswerter sein, da dann mehrere Mietparteien in das Gebäude einziehen und die Kosten sich auf die Mieter verteilen lassen könnten. 



Als Immobilienerbe wichtig zu beachten: Die Erbschaftssteuer

Grundsätzlich müssen sich Erben immer darüber im Klaren sein, dass ein Erwerb von Vermögensgegenständen auf Grund eines Todesfalls immer der Erbschaftssteuer unterliegt. Dies schreibt § 1 Erbschaftsteuer- und Schenkungssteuergesetz, ErbStG vor. Hier gelten fest geregelte Freibeträge, die vom Verwandtschaftsgrad abhängen und in verschiedene Steuerklassen unterteilt sind. Auf diese Weise werden die zu versteuernden Vermögensbeträge reduziert. Zudem sind auch die einzelnen Steuersätze für die Erbschaftssteuer entsprechend der Steuerklasse und der Erbsumme gestaffelt, welche nach dem Abzug des Freibetrags übrig bleibt. Dem Finanzamt muss eine Erbschaft innerhalb drei Monate nach Kenntnisnahme angezeigt werden.

P.S. Bitte sehen Sie diese Blogbeiträge aus rein informativer Sicht. Eine Rechtsberatung nehmen wir hiermit nicht vor.

Projekt „Krüllsdyk“ in Krefeld erfolgreich abgeschlossen

24 Neubauwohnungen vermarktet.

In diesem Jahr fertiggestellt, konnten wir heute den letzten Mietvertrag unterzeichnen und das Projekt „Krüllsdyk“ erfolgreich abschließen.

Sehr zentral gelegen, prägt dieses schöne Objekt nun das Stadtbild im Krefelder Dykgebiet. Es standen Wohnungsgrößen von 60 – 107 qm mit bester Ausstattung und viel Licht zur Vermietung. Darüber hinaus gab es ausreichend Stellplätze im rückwärtigen Innenhof. Ein kleines aber doch wichtiges Detail in diesen Lagen…

Weitere Projekte, auch im Verkauf, folgen in Kürze. Informationen hier bei uns: www.kersting-immobilien.de

„Langsames Erwachen“ – Krefeld hat es nun auf eine volle Seite in der FAZ am Sonntag geschafft!

„Viele Jahre lag Krefeld tief im Dornröschenschlaf. Nun entdecken vor allem Düsseldorfer die prächtigen Gründerzeitbauten rund um den Stadtwald. Die Innenstadt muss noch wachgeküsst werden.“ 

FAZ, 20.08.2017, Nr. 33, S. 48 von Miriam Beul

Wer am vergangenen Sonntag (20.08.2017) die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung gelesen hat, staunte nicht schlecht, als die ganze Seite 48 dem Thema Wohnen in Krefeld gewidmet war.

Nachdem vor einigen Wochen bereits die BILD ein bekanntes Immobilienportal zitierte und Krefeld zu den Top 3 Städten mit dem größten Wertzuwachs zählte, meldet sich nun auch die FAZ zu Wort und spiegelt damit das deutlich gestiegene Interesse am Wohnstandort Krefeld nochmals wider.

Der Artikel ist hier zu finden: Langsames Erwachen – Wohnen in Krefeld

Auch wir, als lokales Unternehmen, wurden zu dem Thema befragt und haben unsere Sichtweise einmal schildern dürfen. Wir freuen uns sehr über das gestiegene Interesse am hiesigen Wohnstandort und sind gewillt die positive Entwicklung mit unserem Know-How weiter zu unterstützen.